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Treue: Wie sinnvoll ist diese Institution?

Treue kommt von Vertrauen. Doch worauf vertrauen wir bei unserem Partner? Dass dieser zurück kommt nach durchzechter Nacht oder doch vielmehr dass nur autorisierte Berührungen zustande kommen? Der Wunsch nach Sicherheit ist eine Illusion, wenngleich eine schöne. Aber Eifersucht zerstörte schon so manche Beziehung. Sie ist wenig dienlich und zählt sie sich doch bei den meisten Menschen zu deren Charaktereigenschaft.

In vielen Zeitungen wird gezetert aber auch befreit von diesem Gedanken. Selbst bekannte Schriftsteller wie Sybille Berg haben sich unlängst über das Ende der Treue ausgelassen.

Gerade in einem noch jüngeren Alter in dieser Zeit gerät der Wunsch nach Abenteuer und Ausbruch aus dem Prinzip Treue zur Modeerscheinung. Fremdgehen als quasi – Bewußtseinserweiterung. Das erinnert stark an die 60er Jahre und an Kommune Eins in Berlin.

Der Unterschied ist jedoch die individualisierte Form des Phänomens. Es ist kein gesellschaftlicher Aufbruch. Es wird nicht als Lebensinhalt verkündet. Es bleibt einem Jeden selbst überlassen. Freiheit ist jedoch nicht die Abwesenheit von Treue und das schlechte Gewissen bleibt dennoch. Wie frei ist man dann?

Ich denke, dass sich diese Befreiung von der Idee des einzigen Partners eine Frage des Alters ist. Aus Angst vor dem einsamen Altern, bringt die Idee von Sicherheit durch das Prinzip der Treue mehr Entspannung und eine andere Form von Befreiung. Denn, wer kennt sie nicht? Diese quälenden Gedanken: was tut sie/er?

Treue kommt eben doch von Vertrauen und Gefühle, wie Eifersucht, sind einfach nicht der Ratio unterworfen.

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