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Stalking – Wenn Liebe wahnhaft wird

Wer sehnt sich nicht danach heiß und innig begehrt zu werden! Doch es kommt immer darauf an, von wem. Stalking hat auch nichts mit Liebe zu tun, sondern mit Kriminalität. Woran merkt man, dass einem nachgestellt wird und was kann man dagegen tun?

Stalking ist purer Terror. Der Stalker belästigt sein Opfer, lauert ihm mitunter täglich auf und scheut auch nicht vor körperlichen Übergriffen zurück.

Die Nachstellungen zeigen sich durch permanente Telefonanrufe zu allen Tages-und Nachtzeiten, unablässigen E-Mails (Internet-Stalking), Briefen und Verfolgungen auf der Straße.

Das heißt aber nicht, dass jedes Stalking nach diesem Muster ablaufen muss. Manche Stalker schicken z.B. über einen konstanten Zeitraum ständig Blumen an sein Opfer, bei anderen schaukelt sich die Belästigung nach und nach hoch.

Die Motive für Stalking sind vielfältig, häufig findet sich auch kein konkreter Anlass wie Eifersucht, der vergebliche Versuch eine gescheiterte Beziehung wieder herzustellen oder Psychoterror aus einer Verletzung heraus.

Oft sind es aber zurückgewiesene Ex-Partner oder manisch Verliebte. Sie können es nicht verkraften, vom anderen nicht akzeptiert zu werden. Daraus erwächst sich beim Stalker ein krankhaftes Verhalten.

Wer von Stalking betroffen ist, sollte sich schnell Hilfe holen. Da Stalking ein Thema von gesellschaftlicher Bedeutung geworden ist, hat der Gesetzgeber im Mai 2007 den  der Straftatbestand der „Nachstellung“ eingeführt (§ 238 StGB). Auch die Polizei ist inzwischen auf das Thema Stalking geschult und muss Fällen von Nachstellung nachgehen. In Berlin hat im April 2008 die erste Beratungsstelle für Stalker, also für Täter, ihren Betrieb aufgenommen.

Stalking ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine massive Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Betroffenen.

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