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Liebesgedichte von Schiller

Friedrich Schiller (1759-1805) hat als Lyriker nie den ungeteilten Beifall seiner Leser gefunden. Dennoch gelten seine Gedichte als mustergültig und von hoher poetischer Qualität.

In seiner Liebeslyrik spielte ein gewisser Realismus eine wichtige Rolle. Schiller versuchte, die ihn umgebene Welt abzubilden. Dabei war ihm auch eine moralische Aussage wichtig, was in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, also dem Zeitalter der Aufklärung, zum guten Ton gehörte.

Eindrucksvolle Gedichtesammlung

Schillers Liebesgedichte entstanden hauptsächlich in der Zeit des Sturm und Drang und gehören damit zu seiner ersten Schaffensperiode. In der „mittleren Periode“ entstanden wenige lyrische Texte. Im letzten Schaffensjahrzehnt schuf Schiller die als „klassische Gedankenlyrik“ in die Literaturgeschichte eingegangenen Balladen wie „Der Handschuh“, „Die Bürgschaft“ „Das Lied von Glocke“ oder „Die Kraniche des Ibycus“. Zu den Gedichten der späten Phase gehören eindrucksvolle Liebesgedichte, die alle Facetten der Liebe auszuleuchten versuchen. In seiner Ballade „Der Handschuh“ greift er das Thema der selbstlosen Liebe auf. Liebe muss immer auch die Würde des Anderen berücksichtigen. Kennzeichnend für seine Balladen ist die spannende Handlung, die in eine effektvolle Sprache im schönen Reimklang gesetzt wird und stets mit moralisierenden Schlussversen versehen ist.

Text der Nationalhymne

In Schillers Dresdener Zeit (1785-1787) entstand das in einer fröhlichen Runde hingeschriebene Lied „An die Freude“, das Beethoven später für seine 9. Sinfonie aufgriff. Schiller selbst bezeichnete dieses Gedicht als „ein schlechtes Gedicht“. Aus dieser ersten Schaffensphase stammen viele schwärmerische und empfindsame Liebesverse wie „Bacchus im Triller“ oder „Vergleichung“. Als er an seinem Lebensende eine Sammlung seiner Gedichte zusammenstellte, berücksichtigte er diese Texte nicht. Wohl aber die Balladen, die zu den schönsten Liebesgedichten der deutschen Literatur zählen.

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