» Liebe

Autor: Ernesto

Verliebt bis über beide Ohren und alles scheint vollkommen, wenn das nur nicht die große Distanz zwischen wäre. Man verliebt sich meist unerwartet und oftmals erfährt man die Liebe an Orten, wo man sie gar nicht vermutet.

couple © flickr / pedrosimoes7

Meist fängt es mit einem Auslandsaufenthalt oder im Urlaub ähnlich an. Eigentlich ist man auf der Suche nach einem Abenteuertrip oder Job und warum auch immer im Ausland. Dann passiert es plötzlich – man trifft einen Menschen, der ideal zu sein scheint. Ein wunderbares Gefühl, nur wird es schmerzlich, wenn man wieder nach Hause muss. Da ist der Herzschmerz schon vorprogrammiert. Ich weiss wovon ich rede, habe genau das durchlebt. Man beginnt eine Beziehung und muss sich wieder trennen, dann besucht man sich gegenseitig und muss sich erneut voneinander trennen. Das hält die Seele nicht lange aus. Immer dieser Wechsel zwischen Zweisamkeit und Einsamkeit. Ein Ausweg muss her.

couple © flickr / debaixo do ceuWie soll es weitergehen? Ist er oder sie mein idealer Partner mit dem man sein Leben verbringen will? Viele versuchen die Distanz nicht als Hinternisgrund für eine Beziehung zu sehen. Es ist aber wirklich schwer einen Partner zu haben, der vielleicht tausende Meilen entfernt lebt. Man hat zwar einen Partner, aber der ist meistens nicht da, wenn man ihn oder sie wirklich braucht. Dank Internet und Webcam kann man sich trotzdem halbwegs nah sein – hören und sehen. Trotzdem ist es nicht das gleiche, als wenn der Lebenspartner neben einem sitzt und in den Arm nehmen kann. Es schmerzt wirklich, wenn man so weit entfernt voneinander ist. Aber wie heisst das Sprichwort doch gleich -Lieber unglücklich verliebt als gar nicht verliebt? Das sehe ich ganz genauso.

Einige Menschen können trotz einiger Probleme eine Fernbeziehung führen, aber andere leiden extrem und sehnen sich nach dem Partner. Man hat das Gefühl die Beziehung ist nur für gewisse Zeiten real, genau dann wenn man beieinander ist. Die restliche Zeit des Jahres fühlt man sich trotzdem irgendwie einsam. Jeder hat sein eigenes Umfeld wie Job und Freizeit und die ständigen Zweifel ob der Partner auch treu ist – da ist es nicht ungewöhnlich, wenn man sich voneinander entfremdet und plötzlich merkt es funktioniert so nicht mehr.

couple © flickr / LuzaWas also tun, wenn man die Beziehung auf Distanz nicht mehr führen will, sondern ein gemeinsames Leben plant? Er zieht zu ihr oder sie zieht zu ihm? Problematisch ist es, wenn beide aus zwei verschiedenen Ländern kommen. Die vielleicht beste Alternative ist gemeinsam einen Neustart an einem anderen Ort oder gar in einem anderen Land zu wagen. Warum eigentlich nicht, wenn es der richtige Partner ist, lohnt sich der Versuch von einem Leben zu zweit auf jeden Fall. Mir erscheint das auch die beste Lösung, denn die Distanz wird irgendwann zur Qual. Also dann auf gehts ins Abendteuer gemeinsame Zukunft. Wie oft im Leben findet man das große Glück und die wahre Liebe. Schiefgehen kann es immer, keine Frage – aber wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Allen anderen die mit ihrer Beziehung auf Entfernung gut klarkommen sei gesagt – viel Glück weiterhin und möge die Beziehung andauern!

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Autor: Ernesto

Ist die Liebe nicht schön? Überall sieht man in den Straßen verliebte Paare, die sich ihr Leben ohne den Partner gar nicht vorstellen können. Wer träumt nicht von der großen Liebe und das Leben gemeinsam mit einem geliebten Menschen zu verbringen? Aber was wenn kein Partner da ist?

woman © Christina Snyder

Es gibt Menschen, denen das Glück einer erfüllten Liebesbeziehung verwehrt ist, die sich danach sehen ihr Leben mit jemanden zu teilen.

Warum sind Menschen allein? Sind sie aus Überzeugung Singles oder war bislang nie die/der wirklich Richtige dabei? Vielleicht liegen die Gründe für das Alleinsein auch ganz wo anderes. Einige Menschen sprechen von Beziehungsangst – sie haben im wahrsten Sinne Angst eine Beziehung einzugehen. Woran mag das liegen?

Etwa an den eigenen Selbstzweifeln man könne sich niemals mit einer anderen Person arrangieren und ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt? Angst davor den Partner zu enttäuschen oder selbst enttäuscht zu werden?

hands © bategaVielleicht sind es aber auch die Zweifel verbunden mit bislang gescheiterten Beziehungen, die einem bei einem neuen Liebesglück im Wege stehen. Lebt man jedoch mit dem ständigen Zweifeln über gescheiterte Beziehungen, dann kann es schwer werden sich jemandem wieder anzuvertrauen.

Teils liegt es jedoch auch an aus der Kindheit begründeten Verlusten. Bei sogenannten Trennungskindern hat der Vater oder die Mutter die Familie aus irgendeinem Grund verlassen. Gerade die zurückgelassenen Personen werden wahrscheinlich ihr Leben lang unter Bindungsängsten oder Verlustängsten leiden. Ihnen wird es teilweise schwer fallen das Vetrauen zu anderen Personen aufzubauen, weil die Angst im Hinterkopf besteht verlassen zu werden.

Enttäuschungen gibt es leider immer mal im Leben, aber es lohnt sich in jedem Fall eine Beziehung einzugehen und die bisherigen Zweifel oder gar Ängste versuchen zu überwinden. Wenn man keine Risiken im Leben eingeht, erspart man sich sicherlich einige Enttäuschungen und Partnerprobleme, aber dafür auch auf die Liebe zu verzichten? Wer nichts riskiert, kann auch nichts gewinnen! Eine lohnt sich für eine Beziehung zu kämpfen.

Wie heisst es doch so schön – Wer nicht einmal in seinem Leben so richtig verliebt war, der hat nicht wirklich sein Leben gelebt und etwas Entscheidendes versäumt.

couple © seanmcgrath

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Autor: Eva

Love © Flickr/jetztgetzab

„Diesen Kuss der ganzen Welt.“ So heißt es in Schillers Ode An die Freude. Neben ihm haben sich noch unzählige weitere Lyriker mit der wohl symbolträchtigsten Ausdrucksform der Menschen befasst, unter anderem in äußerst amüsanter Form Wilhelm Busch .

Um die Bedeutung dieses Verständigungsmediums zu verstehen, müssen wir die Zeit etwas zurückspulen. Anfänglich hatte der Kuss ziemlich wenig mit Romantik zu tun, sondern war eher eine praktische Angelegenheit. In der Steinzeit, in der die Sauger, Fläschchen und Löffelchen noch nicht einmal erdacht, geschweige denn erfunden waren, erfanden die Mütter das Küssen aus einer Art Notlage heraus. Sie kauten ihren Babys das Essen vor und schoben ihnen den Speisebrei in den Mund. Eine Mund-zu-Mund-Fütterung sozusagen.

Heute ist der Kuss wesentlicher Bestandteil zwischenmenschlicher Kommunikation. Über 100.000 Küsse soll ein Mensch durchschnittlich in seinem Leben verteilen. Ausgetauscht zum Zeichen des Vertrauens, aus Hingabe, aus zärtlichen Gefühlen, zur Steigerung der Lust. Er ist ein Symbol der Liebe oder zumindest inniger Nähe. Eine non-verbale Sprach- und Ausdrucksform mit individuellem Dialekt und großen Unterschieden zwischen den einzelnen Kulturen. Man könnte es so überschreiben: „Zeig mir deine Lippen, und ich sag dir, wer du bist.“

eric_honcker_leonid_breschnew © Flickr/fadonett
Sozialistischer Bruderkuss

Nicht nur der Kuss aus Leidenschaft oder der erste Kuss sind Gründe für eine Annäherung der Lippen. Denken wir einmal nur an den Politischen Kuss, mit dem so unterschiedliche Führer wie Erich Honecker und Leonid Breschnew miteinander kommunizieren. Wie oft wurde diese Bild reproduziert? Heute gilt diese kräftige Lippenbegegnung als Inbegriff für die sowjetisch-ostdeutsche Kommunikationssprache – als Bruderkuss. Oder auf der Leinwand: Ingrid Bergmann und Humphrey Bogart küssten sich in „Casablanca“, Leonardo di Caprio und Kate Winslet verschwanden weniger glücklich mit der Titanic in den Fluten des Eismeeres. Wobei letztere übrigens später behauptete, dass Leonardo ganz schrecklich küssen würde.

Noch zwei Beispiele für symbolkräftige Kussformen: Zeigt der weit verbreitete Gute-Nacht-Kuss den Jüngsten unter uns nicht klar an, dass der Tag für sie jetzt zu Ende ist? Und soll nicht der meist nur sehr zärtlich und vorsichtig dahingehauchte Hochzeitskuss das zuvor Vereinbarte abschließen sowie dabei allen Nahestehenden zeigen, dass diese Vereinigung lange halten wird? Ein Kuss mit klarer Aussagekraft also, auch wenn sie sich in rund einem Drittel aller Fälle als Irrtum herausstellt, denn viele dieser Langzeitbeziehungen halten doch nicht ewig..

Rein chemisch betrachtet ist so ein Liebeskuss allerdings wenig verlockend: Mit dem Speichel tauschen die züngelnden Partner neben Wasser und Fetten auch Bakterien und Viren aus. Eine eher ansteckende Kommunikation also. Und eine anstrengende hinzu. Kräftig sind die zahlreichen, um den Mund herum gelegenen Muskeln damit beschäftigt, Ober- und Unterlippe vor und zurück zu bewegen. Abhängig natürlich von der Intensität des Kusses.

Doch diese Faktoren interessieren uns Küssende wenig. Wir genießen die weiche, meist warme Berührung und den Geschmack, lassen unseren Puls auf 150 Schläge in der Minute ansteigen und unsere Seele von den ausgeschütteten Glückshormonen – den Endorphinen – in ein euphorisches Stimmungshoch versetzen. Und noch etwas Positives: Regelmäßiges Küssen soll die Lebenserwartung erhöhen. Heißt es zumindest.

Kein Wunder also, dass bei all diesen positiven Wirkungen viele unersättlich im Küssen sind. Der aktuelle Rekord im Endlos-Küssen liegt bei 30 Stunden und 45 Minuten. Ohne Pause und im Stehen.    [...mehr]


Autor: Ernesto

So ab Mitte Zwanzig geht das meistens los. Sind es anfangs noch minimale Störungen im großen Gefüge, breitet sich die Veränderung nach kurzer Zeit wie eine Seuche aus. Sie erfasst jeden, jeder denkt darüber nach, das Beispiel einiger Mutiger steckt andere an – kurz, es ist nicht zum Aushalten! Jedenfalls so lange nicht, bis man sich selbst dazu entscheidet. Ab dann terrorisiert man alle, die es gerade nicht hören wollen, mit Geschichten über das gemeinsame Wohnen. Wenn einem keiner mehr zuhört, gibt es zum Glück noch das Internet:)

Das Badezimmer - wichtig © flickr / bettybraunDas erste Problem beim Zusammenziehen ist die Wohnung. Groß sollte sie sein, aber nicht zu groß, weil man sich sonst nicht mehr über den Weg läuft. Will man ein gemeinsames Schlafzimmer oder lieber zwei getrennte? Das Bad muss wunderschön blitzen, die Küche möglichst groß sein, ein Balkon wäre auch nicht schlecht, der Schnitt ist immens wichtig und ohne Keller ist die Wohnung schon fast wieder nichts mehr wert. Diesen Ansprüchen moderner Päärchen werden logischerweise die wenigsten Wohnungen gerecht.

Trotzdem würde ich generell dazu raten, lieber länger zu suchen, anstatt die nächstbeste Wohnung zu nehmen. Schließlich wird der Umzug in die neue Wohnung rückblickend das Ereignis sein, welches am wenigsten Reibung verursacht hat. Dafür stellt ein geglückter Umzug die Weichen für einen guten Start ins Zusammenleben.

Chemie stimmt - viel wichtiger. © flickr / mezoneWomit wir beim nächsten Punkt wären. Der Alltag. “Wir sind zusammengezogen, weil wir ja eh die ganze Zeit nur aufeinander hingen.” Leute, die solche Sätze von sich geben, wissen im seltensten Fall, wovon sie reden. “Jeden Abend” ist nicht “die ganze Zeit”, sondern maximal ein Drittel des Tages. Klar, die Rechnung hinkt, aber trotzdem: Lieber bewusst darüber nachdenken, ob man mit diesem Menschen wirklich den ganzen Tag verbringen möchte, als sich hinterher über jedes herumliegende Kleidungsstück aufzuregen. Beziehungen sind auch möglich, wenn die Partner getrennt leben. Nur weil die Vorabendserie das Zusammenziehen als Nonplusultra propagiert, muss man sich nicht blind in einen Haufen Ärger stürzen.

Wenn es funktioniert, ist es natürlich viel schöner. Und angenehmer. Und toller. Das Selbstbewusstsein steigt auch. Und der Sex… Aber davon reden meistens nur diese nervigen Leute, die schon zusammen wohnen.

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Autor: Ernesto

Es gibt Menschen, die werden meistens mit einer Mischung aus Bewunderung und schlecht verstecktem Neid beäugt. Die Rede ist diesmal nicht von Multimillionären und DSDS-Gewinnern, sondern von Päärchen, deren Beziehung über Jahre hinweg hält. Ich oute mich mal gleich zu Beginn als Teil eines solchen, sonst müsste ich ja die ganze Zeit mit meinem Erfolg hinter dem Berg halten. Nebenbei kann ich „ein bisschen“ angeben…

Aber zurück zur langen Beziehung und einer etwas realistischeren Marktanalyse, anders gesagt: Nochmal von vorne. Lange Beziehung?

Viele Leute wollen das gar nicht, weil es ziemlich langweilig klingt. Andere stehen auf sich selbst, auf den Sex, und auf wechselnde Partner oder Ihnen ist das Geld (das Haustier) wichtiger. Ewige Junggesellen sind auch cool und was wäre ein erfülltes Leben ohne den kleinen Seitensprung in der Mittagspause… Alles verständlich.

Aber, und das rechtfertigt in erster Linie die Gedanken darüber, es gibt tatsächlich Leute, die sich nach einer längeren Beziehung sehnen (und nicht nur vom Leben gezeichnete Mittfünfziger, nichts gegen die…) und die es einfach nicht auf die Reihe kriegen. Ich denke da vor allem an bestimmte Bekannte, deren Ziel in der Liebe eigentlich konservativer nicht sein könnte – „Ich wünsche mir.. einen netten Typen und ein Kind. Wie im Film!“ – deren Sexleben und Partnerwahl aber so konfus sind, wie bei einem Hollywoodstar.

Heute die/derjenige, morgen jemand anders und nächste Woche der Freund des Bruders des Partners von letzter Woche – liebe Kinder! Es ist nichts dagegen einzuwenden, Zeit seines Lebens die Sau (und alles andere) rauszulassen. Aber wundert euch doch bitte nicht, wenn das mit der Beziehung dann nicht so lange hält wie im Märchen. Zwei Leute, die zusammen passen, das ist nur zu 50 Prozent Glück, die andere Hälfte muss vom Menschen selbst kommen. Sonst wandert der passende Partner samt wunderbarer Persönlichkeit schnurstracks vorbei und steht lieber am nächsten Club an, als sich um einen zu bemühen.

Hält die Beziehung länger als die Kerze? © flickr / ul Marga

Was also tun? Das nächste Mal, wenn es was werden könnte, mal nicht die durch Soap-Operas und generelle Dramenfreundlichkeit der Medien kultivierte Haltung annehmen „Oh, das wird sowieso nichts“. Sich selbst lieben. Haltung annehmen. Überraschen. Die Partnerschaft ernst nehmen. Die meisten Leute fürchten sich davor, verletzt zu werden. Zu Recht, aber diese Furcht nimmt ihnen auch die Möglichkeit, sich so zu geben, dass eine Beziehung überhaupt entstehen kann.

Ich glaube an Euch! :P

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