Beiträge vom: März, 2008

Autor: Ernesto

So ab Mitte Zwanzig geht das meistens los. Sind es anfangs noch minimale Störungen im großen Gefüge, breitet sich die Veränderung nach kurzer Zeit wie eine Seuche aus. Sie erfasst jeden, jeder denkt darüber nach, das Beispiel einiger Mutiger steckt andere an – kurz, es ist nicht zum Aushalten! Jedenfalls so lange nicht, bis man sich selbst dazu entscheidet. Ab dann terrorisiert man alle, die es gerade nicht hören wollen, mit Geschichten über das gemeinsame Wohnen. Wenn einem keiner mehr zuhört, gibt es zum Glück noch das Internet:)

Das Badezimmer - wichtig © flickr / bettybraunDas erste Problem beim Zusammenziehen ist die Wohnung. Groß sollte sie sein, aber nicht zu groß, weil man sich sonst nicht mehr über den Weg läuft. Will man ein gemeinsames Schlafzimmer oder lieber zwei getrennte? Das Bad muss wunderschön blitzen, die Küche möglichst groß sein, ein Balkon wäre auch nicht schlecht, der Schnitt ist immens wichtig und ohne Keller ist die Wohnung schon fast wieder nichts mehr wert. Diesen Ansprüchen moderner Päärchen werden logischerweise die wenigsten Wohnungen gerecht.

Trotzdem würde ich generell dazu raten, lieber länger zu suchen, anstatt die nächstbeste Wohnung zu nehmen. Schließlich wird der Umzug in die neue Wohnung rückblickend das Ereignis sein, welches am wenigsten Reibung verursacht hat. Dafür stellt ein geglückter Umzug die Weichen für einen guten Start ins Zusammenleben.

Chemie stimmt - viel wichtiger. © flickr / mezoneWomit wir beim nächsten Punkt wären. Der Alltag. “Wir sind zusammengezogen, weil wir ja eh die ganze Zeit nur aufeinander hingen.” Leute, die solche Sätze von sich geben, wissen im seltensten Fall, wovon sie reden. “Jeden Abend” ist nicht “die ganze Zeit”, sondern maximal ein Drittel des Tages. Klar, die Rechnung hinkt, aber trotzdem: Lieber bewusst darüber nachdenken, ob man mit diesem Menschen wirklich den ganzen Tag verbringen möchte, als sich hinterher über jedes herumliegende Kleidungsstück aufzuregen. Beziehungen sind auch möglich, wenn die Partner getrennt leben. Nur weil die Vorabendserie das Zusammenziehen als Nonplusultra propagiert, muss man sich nicht blind in einen Haufen Ärger stürzen.

Wenn es funktioniert, ist es natürlich viel schöner. Und angenehmer. Und toller. Das Selbstbewusstsein steigt auch. Und der Sex… Aber davon reden meistens nur diese nervigen Leute, die schon zusammen wohnen.

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Autor: Ernesto

Unser Leben ist bis an den Rand gefüllt mit Terminen und Events. Am Wochenende dies, heute abend das, und vorgestern war ich dort, weil der und der gesagt hat, da müsse man mal vorbeischauen. Selbst diejenigen, die sich für Ausgehmuffel und Stubenhocker halten, pflegen einen radikal anderen Lebenswandel als ihre Großeltern.

Das Idealbild © flickr / notsogoodphotographyAlles ist schneller, öffentlicher und hektischer geworden. Wir gehen andauernd einkaufen, Ämter besuchen, und ins Restaurant. War früher das Taxi ein Luxusgegenstand, springt man in einer großen Stadt heute mal eben rein, um sich zum Ziel chauffieren zu lassen. Eigentlich müsste also die Basis da sein, jemanden kennenzulernen. Schließlich trifft man die unterschiedlichsten Leute und begibt sich an völlig verschiedene Orte in relativ kurzer Zeit.

Mal ganz abgesehen davon, dass die immer längeren Arbeitszeiten und der Stress die Leute müde und für eine Langzeitbeziehung ungeeigneter machen – das mit dem Kennenlernen sollte doch kein Problem sein? Falsch. Die meisten Dauersingles sind auf der Suche nach Gelegenheiten, und sehen meistens erst hinterher ein, wenn sich eine geboten hat. Darum: Wie lerne ich eigentlich jemanden kennen?

Im Internet: Die modernste Variante zuerst. Partnerbörsen, Kontaktanzeigen, Dates im Internet, viele Singles greifen auf diese Alternative zurück. Der Erfolg ist überraschend, weil die Grundlage der Beziehung ein Mausklick, ein Bild und maximal ein oder zwei Chats sind. Vorteil: Beim Chatten können die inneren Werte der Person oder das Fehlen derselben gut zutage treten. Nachteil: Zu Anfang SEHR unpersönlich.

Beim Sport: Schweiß, Keuchen und nachher ein überwältigendes Glücksgefühl – die Rede ist natürlich von… Sport! Ob Laufen oder Fitnesscenter, Schwimmen oder Kajakfahren, es bieten sich durch Vereine eigentlich immer Gelegenheiten für neue Bekanntschaften. Wer nicht gerne alleine joggt, kann sich im Netz sogar seinen Laufpartner heraussuchen.

Speed Dating: Argh. Seeehr merkwürdiger Brauch von der anderen Seite des Großen Teichs. Wems gefällt… Mir kommt Speeddating seltsam vor. Leute, die sich auf den ersten Blick verlieben, brauchen keine Date-Hilfe, für alle anderen ist ein 5-Minuten-Date meiner Meinung nach wenig hilfreich. Ein Vorteil ist sicherlich, dass man eine Menge Singles auf einem Haufen antrifft.

Zufällig: Man rennt über die Straße und mitten hinein in den Traumpartner! Man sitzt in der U-Bahn und flirtet mit dem Banknachbarn… Hier gilt: Carpe Diem! Wer die Chance nutzt und mutig ist, braucht natürlich immer noch Glück. Keine peinlichen Flirtsprüche verwenden, am Besten das sagen, was einem gerade einfällt.

Wo, wie oder wann ist eigentlich egal – mit etwas Aufmerksamkeit und Glauben an sich selbst schafft es jeder, über kurz oder lange neue Bekanntschaften zu schließen. Klar gehört Glück dazu, aber bei den Milliarden Singles da draußen laufen sicherlich fünf rum, die zu Dir passen!

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Autor: Ernesto

Es gibt Menschen, die werden meistens mit einer Mischung aus Bewunderung und schlecht verstecktem Neid beäugt. Die Rede ist diesmal nicht von Multimillionären und DSDS-Gewinnern, sondern von Päärchen, deren Beziehung über Jahre hinweg hält. Ich oute mich mal gleich zu Beginn als Teil eines solchen, sonst müsste ich ja die ganze Zeit mit meinem Erfolg hinter dem Berg halten. Nebenbei kann ich „ein bisschen“ angeben…

Aber zurück zur langen Beziehung und einer etwas realistischeren Marktanalyse, anders gesagt: Nochmal von vorne. Lange Beziehung?

Viele Leute wollen das gar nicht, weil es ziemlich langweilig klingt. Andere stehen auf sich selbst, auf den Sex, und auf wechselnde Partner oder Ihnen ist das Geld (das Haustier) wichtiger. Ewige Junggesellen sind auch cool und was wäre ein erfülltes Leben ohne den kleinen Seitensprung in der Mittagspause… Alles verständlich.

Aber, und das rechtfertigt in erster Linie die Gedanken darüber, es gibt tatsächlich Leute, die sich nach einer längeren Beziehung sehnen (und nicht nur vom Leben gezeichnete Mittfünfziger, nichts gegen die…) und die es einfach nicht auf die Reihe kriegen. Ich denke da vor allem an bestimmte Bekannte, deren Ziel in der Liebe eigentlich konservativer nicht sein könnte – „Ich wünsche mir.. einen netten Typen und ein Kind. Wie im Film!“ – deren Sexleben und Partnerwahl aber so konfus sind, wie bei einem Hollywoodstar.

Heute die/derjenige, morgen jemand anders und nächste Woche der Freund des Bruders des Partners von letzter Woche – liebe Kinder! Es ist nichts dagegen einzuwenden, Zeit seines Lebens die Sau (und alles andere) rauszulassen. Aber wundert euch doch bitte nicht, wenn das mit der Beziehung dann nicht so lange hält wie im Märchen. Zwei Leute, die zusammen passen, das ist nur zu 50 Prozent Glück, die andere Hälfte muss vom Menschen selbst kommen. Sonst wandert der passende Partner samt wunderbarer Persönlichkeit schnurstracks vorbei und steht lieber am nächsten Club an, als sich um einen zu bemühen.

Hält die Beziehung länger als die Kerze? © flickr / ul Marga

Was also tun? Das nächste Mal, wenn es was werden könnte, mal nicht die durch Soap-Operas und generelle Dramenfreundlichkeit der Medien kultivierte Haltung annehmen „Oh, das wird sowieso nichts“. Sich selbst lieben. Haltung annehmen. Überraschen. Die Partnerschaft ernst nehmen. Die meisten Leute fürchten sich davor, verletzt zu werden. Zu Recht, aber diese Furcht nimmt ihnen auch die Möglichkeit, sich so zu geben, dass eine Beziehung überhaupt entstehen kann.

Ich glaube an Euch! :P

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Autor: Ernesto

Flirten flickr©moe

Manchmal kann man einfach nur den Kopf schütteln. Welche kreativ dummen Sprüche sich so mancher Mann einfallen lässt, um das erste Eis zwischen sich und seiner Auserwählten zu brechen. An dieser Stelle gewinnt das Wort „Fremdschämen“ eine völlig neue Dimension, denn man muss schon über sehr viel Selbstvertrauen verfügen, um so solche Sprüche wie die folgenden vom Stapel zu lassen.

• Ich meine Telefonnummer vergessen, kann ich Deine haben?

• Dieses Kleid würde sich ausgesprochen hübsch auf meinen Schlafzimmerboden machen.

• Du bist scharf wie eine Bombe, lass mich Dich entschärfen.

• Du wirst von Tag zu Tag hübscher und siehst heute schon aus wie nächste Woche!

• Es ist zwar Dunkel heute Nacht, aber Du hast mein Herz zum Leuchten gebracht.

• Hey! Dürfte ich mal dein Handy benutzen? Ich muss zu Hause Bescheid sagen, dass ich heute bei dir schlafe!

Aber auch Frauen wollen sich da nicht lumpen lassen und wollen es dem „starken Geschlecht“ mal so richtig zeigen.

• Na endlich! Der passende Mann zu meiner Bettwäsche!

• Hey, ich bin kein Frau für eine Nacht, aber ein – zwei Stunden hätte ich schon Zeit.

• Ich frage mich, wie unsere Kinder aussehen würden.

• Ich würde gerne der Grund für Deine heutige schlaflose Nacht sein.

• Du musst ein Lichtschalter sein. Jedes Mal, wenn ich Dich sehe, machst Du mich an!

• Du hast es in der Hand. In diesem Augenblick entscheidet sich, ob dein Leben sich ändert.

Na, das Passende fürs Flirten gefunden? Viel Erfolg!    [...mehr]


Autor: Ernesto

Affäre ©la filipina 108

Vielen Männern ergeht es so: Es ist Dienstagnachmittag, und er sitzt an der Arbeit. Die Woche hat es mal wieder nicht in sich und auf den Feierabend freut sich der Mann nur selten. Die Frau kocht zwar täglich für ihn, und das gar nicht schlecht, doch nach dem Essen setzt er sich an den Wohnzimmertisch, trinkt Bier und schaut zum achzigtausendsten Mal das Großstadtrevier mit der hübschen Blondine. Er sehnt sich nach einer Frau, so wie sie ihm in den wärmsten Träumen vorschwebt.

Doch wo findet er so eine? Es ist immer noch Dienstag und es kommt der Feierabend immer näher. Die Berge an Papierkram werden kleiner und er ist voller Tatendrang. Er greift zur Tageszeitung und blättert schnell zu den Kleinanzeigen für Seitensprünge. Er wählt die Nummer einer Seitensprungagentur und ist sofort mittendrin im Geschehen. Er bemerkt nicht die hohen Telefonkosten, die Aufzeichnung der gewählten Nummer und so weiter. Er vereinbart ein Treffen mit Chantall und kann es kaum noch erwarten.

Doch so wie bei jenem Mann passiert es täglich unzählige Male in Deutschland. Die Fehler sind fatal. Bereits mit dem ersten Treffen zwischen der Prostituierten und Herrn ZV hat er sich tiefer in Probleme verstrickt als es ihm lieb ist. Über kurz oder lang kommen Nachfragen aus der Kostenstellenabteilung, die die Telefonnummern der ausgehenden Telefongespräche kontrolliert. Dann trifft die Abmahnung zu Hause ein. Und seine Frau ist es seit eh und je gewohnt, seine Post zu öffnen. Schließlich hat er sie vor ein paar Jahren dringlich darauf hingewiesen. Und nun muss Sie erfahren, dass Ihr Mann von der Arbeit aus, durch eine simple Kleinanzeige, auf einen Seitensprung aus war und dies wird ihm vom Arbeitgeber nun zur Last gelegt.

Um solchen Problemen, derartigen Verfahren und Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, sollte man auf derartige Seitensprungkontakte niemals eingehen. Es handelt sich oftmals um Kostenfallen bis hin zum Missbrauch beim Seitensprung, die vermieden werden können! Den Kleinanzeigen für den einen oder anderen Seitensprung sollen Sie nicht zu viel Bedeutung schenken.    [...mehr]